Die Art des Hörgeräts »

Hinter oder im Ohr – entscheiden Sie selbst!

1. Hinter dem Ohr
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Der Großteil aller Hörgerätenutzer entscheidet sich für Geräte, die hinter dem Ohr getragen werden. Sie sind leicht, sehr klein und nahezu unsichtbar hinter dem Ohr 
zu tragen. Es gibt zwei Varianten:

  1. Geräte mit „externem Hörer“, bei denen das verstärkte Signal durch ein unauffälliges, haarfeines Kabel in den „Hörer“ gelangt der im Gehörgang kurz vor dem Trommelfell sitzt. Er sorgt für eine klare und natürliche Klangqualität. Ein kleines Fixierschirmchen
oder ein individuelles Ohrstück halten den Lautsprecher in Position.
  2. Geräte mit Schallschlauch: Hier gelangt der Schall durch einen Schlauch in ein individuelles Ohrstück, das perfekt an Ihr Ohr angepasst wird. Da diese Geräte eine größere Batterie und einen größeren Verstärker aufnehmen können, sind sie auch gut geeignet für Menschen, die ein leistungsfähigeres Gerät benötigen.
    Beide Arten gibt es in vielen verschiedenen Preis-Leistungsklassen und in verschiedenen Farben.

Beide Arten gibt es in vielen verschiedenen Preis-Leistungsklassen und in verschiedenen Farben.

2. Im Ohr
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Diese Geräte sind geeignet für leichte bis mittlere Hörverluste. Hier sitzt das Hörgerät in einer individuell angepassten Schale direkt im Gehörgang. Hier gibt es vier Varianten:

  1. Concha-Geräte (griech.: Muschel), platziert im sichtbaren Teil des Ohres
  2. Gehörgangs-Geräte (Kanal)
  3. CIC (komplett im Gehörgang)
  4. IIC (kaum zu sehen im Gehörgang)

Aufbau eines Hörgeräts »

Hörgeräte sind kleine Hightech-Wunder
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Im Inneren bestehen sie alle aus folgenden Komponenten:
  • Mikrofone, die den Schall aufnehmen
  • ein Verstärker, der den Schall lauter macht
  • ein Computer-Chip, der den Schall nach individuellen Hörbedürfnissen bearbeitet
    und der vom Hörakustiker programmiert wird
  • ein Lautsprecher (auch „Hörer“ genannt), der den verstärkten Schall ins Ohr sendet
  • eine Batterie, die das System mit Strom versorgt

Trotz gleicher Konstruktion sind die Qualitätsunterschiede beim Klangempfinden und  Sprachverstehen bei den Geräten oft sehr groß. Je höherwertiger das Produkt, desto
näher kommt das Gerät dem natürlichen Hören.

Zum Beispiel durch:

  • Breitbandigkeit: die Fähigkeit, auch hohe Töne zu übertragen
  • automatische Lautstärkeregelung: Leises wird hörbar und Lautes nicht zu laut
  • Synchronisation von zwei Hörsystemen: sorgt für ein ausgewogenes Klangbild
  • Rückkopplungs-Unterdrückung: verhindert, dass die Hörgeräte pfeifen
  • Künstliche Intelligenz: erkennt, in welcher Situation Sie sich aufhalten, und optimiert automatisch die Einstellung für Sie
  • eine Spracherkennung, die dem System anzeigt, ob Sprache im Umgebungsgeräusch enthalten ist
  • Lärm-Management: erkennt und reduziert Lärm
  • Binaurale Signalverarbeitung (Raumklang): ermöglicht eine gute Schallortung

Vorurteile »

Verabschieden Sie sich von Ihren Vorurteilen
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Die häufigsten Vorurteile

1. Hörgeräte sind groß und hässlich
Falsch! Moderne Hörgeräte sind kleine Hochleistungscomputer. Sie haben nichts mit den beigefarbenen Bananen früherer Generationen zu tun. Sie sind winzig klein und nahezu unsichtbar.

2. Hörgeräte sind teuer
Hörgeräte gibt es mittlerweile für jeden Geldbeutel. Außerdem zahlt Ihre Krankenkasse einen erheblichen Zuschuss für Hörgeräte.

3. Hörgeräte piepen immer
Früher kam es bei Hörgeräten manchmal zu Rückkopplungen. Diese treten auf wenn sich ein Mikrofon zu nahe an einem Lautsprecher befindet. Neue Technologien vermeiden diesen Effekt.

4. Hörgeräte sind für ältere Leute
Ca. 16 Mio. Deutsche über 45 Jahren hören nur eingeschränkt! Dazu zählen auch viele jüngere Menschen. Je früher das Hören unterstützt wird, desto besser wird das Verstehen im Alter.

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Das leisten moderne Hörgeräte

Natürliches Hören
Früher haben Hörgeräte einfach alle Töne lauter gemacht. Das entspricht aber nicht unserem natürlichen Hören.

Mit modernen Hörsystemen werden leise Signale wieder hörbar; laute Schalle werden aber nicht zu laut. Der Klang ist dabei wieder sehr angenehm und natürlich.

Sprache verstehen
Unser Gehirn filtert unwichtige Geräusche heraus, während es gleichzeitig wichtige Geräusche hervorhebt. Das bilden moderne Hörgeräte nach. So machen sie Sprache wieder hörbar – auch in geräuschvoller Umgebung – und dämpfen störende Geräusche ab.

Räumliches Hören
Das räumliche Hören hilft, einen Kiangbrei in einzelne Geräusche aufzulösen und zu erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Zum Beispiel ein Zuruf oder ein sich näherndes Auto.

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